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Millenniumsstab
Die
evangelischen Kirchengemeinden Röthenbach/St. Wolfgang,
Wendelstein
(St. Georg) und die katholische Pfarrgemeinde St. Nikolaus in
Wendelstein
haben im Jahr 2000 zum Gedenken an das Millenniumsjahr und als Ansporn
für künftiges ökumenisches Miteinander diesen
sogenannten Millenniumsstab gestiftet. Er wurde von dem
Wendelsteiner
Holzbildhauermeister
Norbert Tuffek geschaffen.
In
einem Vertrag binden sich die Gemeinden, den Stab jedes Jahr in einer
der
drei Kirchen für ein Jahr aufzustellen.
Auf
dem Stab sieht man, eingebettet in den Lebensbaum, die Patrone der
Wendelsteiner
Kirchen: St. Georg, St. Nikolaus, St. Wolfgang und Achahildis. Jedes
Jahr soll er in feierlicher Prozession für ein Jahr in eine andere
der drei Kirchen gebracht werden.
Er soll "als Symbol des ökumenischen Miteinanders der
Kirchengemeinden
ein bleibendes, sichtbares Zeichen" sein. Der
Millenniumsstab." |
| Nikolaus
ist der Heilige der Nächstenliebe. Geboren wurde Nikolaus in Myra,
dem heutigen Demre in der Türkei. Um 300 wurde er Bischof. 350
starb
er nach Qualen der Folter im Kerker. Er wird im Messgewand mit Stab und
Mitra dargestellt. Häufig trägt er als Attribut drei
Goldkugeln
oder Äpfel, die er drei armen Mädchen durchs Fenster
zugeworfen
haben soll. Alle Heiligenlegenden weisen ihn als sehr mildtätig
und
kinderfreundlich aus. Auch den Seefahrern gilt er als Patron. Zur Ehre
des Heiligen wurde beim Bau der früheren katholischen Kirche mit
dem
Altar aus Mitteleschenbach auch das Patrozinium übernommen. |
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Nur
in Wendelstein hat Achahildis Bedeutung gewonnen. Sie gilt als
Ortsheilige,
obwohl sie lediglich seliggesprochen worden sein soll. Sie wird
dargestellt
mit Kirschen, die sie im Winter geerntet hat und mit Gänsebeinen
oder
einer Gans, die sie, schon im Rohr, wieder lebendig machte, damit die
gestohlene
Gans das Gesinde nicht in Schwierigkeiten bringt. Eine Darstellung aus
dem früheren Altar der Georgskirche befindet sich im Germanischen
Nationalmuseum. |
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Bedeutsam
wurde der Regensburger Bischof Wolfgang (973-994) als Förderer des
Schulwesens. In seinen jungen Jahren war er bereits Leiter der
Domschule
in Trier. Als Bischof erneuerte er die gelehrten Studien im Kloster St.
Emmeran. Seine weitere Sorge galt den Armen. So öffnete er in
einer
Hungersnot der Bevölkerung die bischöflichen
Kornspeicher. |
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Georg
firmiert als Patron der evangelischen Kirche in Wendelstein. Die
bekannteste
um diesen Heiligen rankende Legende zeigt ihn als den Drachentöter. |